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Wolle

UNSER MATERIAL

Schurwolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung

Schurwolle ist die einzige Faser, die die Natur ausschließlich zu Bekleidungszwecken geschaffen hat.

Sie ist eine Eiweißfaser, wie unser  Haar, und besonders hautverträglich. Wolle kann sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen (bis zu 1/3 des Trockengewichts!). Auf der Oberfläche der Fasern befinden sich feine Schüppchen, die mit Nachbarfasern filzähnliche, voluminöse Strukturen bilden. Daraus ergeben sich luftgefüllte Hohlräume, die sehr gut isolieren und Feuchtigkeit puffern können.
Wenn Wolle mit Schweiß in Kontakt kommt, entwickelt sich ein saures Milieu. Das hemmt die Entwicklung von Bakterien und Pilzen. Andererseits strafft und festigt diese saure Umgebung die Haut, man bekommt also beim Laufen nicht so schnell Blasen. Daher sollte man Wollstrümpfe immer nur einen Tag tragen, und zwei Tage lang lüften. Waschen  muss man erst nach vielen Wochen. Da die meisten Waschmittel alkalisch sind und den eben beschriebenen Effekt aufheben, sollte man mit speziellen Wollwaschmitteln oder Shampoo waschen, am besten mit der Hand.
Unsere gekämmte Schurwolle stammt aus kontrolliert biologischer Tierhaltung aus Patagonien. Dort herrscht, anders als in Australien und Neuseeland, ein Klima, das den Schafen liegt. Diese Gegend ist nicht frostfrei, das ist für viele Parasiten von Nachteil. So grausame Behandlungen wie das Mulesing sind also von vorneherein unnötig.
Wer Schafe ökologisch hält, hat eine besondere Einstellung zu seinen Tieren und seiner Arbeit. Bio-Landwirte setzen auf artgerechte und gesunde Haltungsverfahren statt auf Höchsterträge. Erhöhter Arbeitsaufwand wird zugunsten der Tiere und besserer Wollqualitäten in Kauf genommen.
Es wird nur Biofutter verwendet, künstliche Zusätze sind nicht erlaubt. Vorbeugende Pestizidbehandlungen natürlich genau so wenig.

Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau

Baumwolle ist die wichtigste natürliche Faser, die für Bekleidung eingesetzt wird. Sie ist relativ preiswert, robust und pflegeleicht.
Beim Anbau von Bio-Baumwolle wird gänzlich auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichtet. Die Verwendung von gentechnisch verändertem Saatgut ist verboten. Die Bio-Baumwolle wird in Abwechslung mit anderen Feldfrüchten angebaut und mit Mist und Kompost gedüngt. Die Fruchtfolgekulturen, die den Bauernfamilien als Grundnahrungsmittel dienen, sind also auch in Bio-Qualität.
Teure Spritzmittel und Dünger werden eingespart und durch den Produktionsfaktor Arbeit ersetzt (Hacken und Roden). Die meisten Biobauern sind in Gruppen organisiert. Sie können auf ein funktionierendes Beratungssystem zurückgreifen und stehen in engem Kontakt mit ihren Partnern in der Baumwoll-Wertschöpfungskette.

Original Bambus

Diese Faser ist heute in fast jedem Supermarkt im Strumpfregal zu finden- meint man.
In Wirklichkeit handelt es sich aber fast immer um ein Viskosematerial, das aus Bambus hergestellt wird. Viskose wird immer aus Zellulose gemacht, im Normalfall ist das Holz, und in diesem Fall  Bambus der Zellulosespender. Viskose ist aber immer eine Kunstfaser, und zwar eine, die aufwändig und energieintensiv synthetisiert wird. Es entstehen bei der Synthese in vielen Schritten gefährliche, giftige und sogar explosive Zwischenprodukte. Das steht irgendwie nicht in Einklang mit dem „natürlichen“ Image, das man in der Werbung für „Bambus“-Produkte erzeugen möchte.

Wir verwenden natürlich keine Viscose, sondern echten Faserbambus. Er wird ähnlich wie Leinen bearbeitet und gesponnen und hat daher auch einen Griff, der eher an Leinen erinnert, als an die seifig weichen Pseudobambusartikel. Neben den ökologischen Vorteilen, die darin liegen, dass Bambus besonders leicht anzubauen ist und keine intensiven Dünger oder überhaupt Pestizide benötigt, hat Bambus besonders temperaturausgleichende Eigenschafte, ist hochfest und hat eine glatte, fast an Seide erinnernde Optik.
Die daraus gefertigten Artikel sind sehr lange haltbar, daher ist dieses Material gerade für Strumpfwaren besonders geeignet.

Leinen

Leinen ist die älteste Textilpflanze und wird, ebenso wie Schafwolle, schon seit Urzeiten zu Bekleidung verarbeitet. Erst das Aufkommen der leichter zu verarbeitenden Baumwolle hat das Leinen zurückgedrängt, obwohl  Leinen besonders reiß- und scheuerfest sowie schmutzabweisend ist. Die Leinenpflanze ist genügsam und lässt sich auch in unseren Klimazonen verhältnismäßig einfach anbauen. Unsere Artikel, die mit Leinen hergestellt werden, haben neben der typischen Optik und dem kernigen Griff eine Haltbarkeit, die sonst nur mit Polyamid erreicht werden kann.